Aquarium mit Axolotl

Kampf den Volkskrankheiten

Mit neuen Erkenntnissen bislang unheilbare Erkrankungen besiegen

Die Volkskrankheiten des 21. Jahrhunderts zu besiegen - das ist das Ziel Dresdner Wissenschaftler. Gemeinsam suchen sie erfolgreich nach neuen Möglichkeiten, Erkrankungen wie Krebs, Demenz und Diabetes zu behandeln. Das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) gehört zu den Exzellenzclustern der TU Dresden. In Deutschland leben Schätzungen zufolge derzeit sechs Millionen Menschen – Alt wie Jung – mit der Zuckerkrankheit. Und die Zahl der Erkrankten steigt stetig. Mit den Ursachen dieser Volkskrankheit befasst sich das Paul-Langerhans-Institut Dresden, einer von fünf Partnerstandorten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung e. V. (DZD), in enger Zusammenarbeit mit dem DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD) und mit der Universitätsmedizin.
 
Die Grundlagenforschung und die Versorgung von Patienten sind in Dresden eng verknüpft. So ist das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus schon heute in der Lage, aus einer Spenderbauchspeicheldrüse gewonnene Insulin-produzierende Inselzellen zu transplantieren. Die Wissenschaftler um die Professoren Stefan Bornschein und Michele Solimena erproben zudem einen Bioreaktor, der im Körper von Typ-1-Diabetikern Insulin produzieren soll. Ein Team um Ezio Bonifacio, Professor am CRTD, arbeitet daran, Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse durch eine Impfung zu schützen. Ein weiteres Ziel der Forscher ist es, neue Medikamente für die Diabetes-Therapie zu finden bzw. zu entwickeln.
 
Neue Therapien gegen verschiedene Krebserkrankungen entwickeln in enger Zusammenarbeit das UniversitätsKrebsCentrum (UCC), das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und das Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik. Dresden ist einer der sieben Standorte des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK).
 
Dresdner Mediziner und Naturwissenschaftler erforschen außerdem, wie es gelingen kann, Nervenzellen vor Schäden zu bewahren. Ihr Ziel ist es, den Verlauf von neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson zu verzögern und möglichst sogar zu stoppen. Dazu kooperieren Forscher des Exzellenzclusters CRTD mit den Spezialisten der Universitätsklinik.
Prof. Mechthild Krause
„Dresden als Standort für exzellente Krebsforschung und Krebstherapie wird in den kommenden Jahren deutlich weiterwachsen. Seit 2015 sind wir Partnerstandort des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg. Schon heute ist die Protonentherapieanlage eines der Leuchtturmprojekte der Dresdner Hochschulmedizin und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf. Mit der Protonen-Strahlentherapie, die weltweit erst in wenigen Zentren zur Verfügung steht, können viele Tumoren dauerhaft vernichtet und gleichzeitig das umliegende gesunde Gewebe geschont werden.“
 
Prof. Mechthild Krause, Geschäftsführende Direktorin am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden
„Als sächsisches Landescluster für Biotechnologie und Medizintechnik unterstützt der biosaxony e. V. die Bewerbung der TU Dresden. Mit herausragenden Forschungseinrichtungen wie dem Center for Regenerative Therapies Dresden, ZIK Oncoray, ZIK B-Cube, dem MPI-CBG und einer Vielzahl weiterer Einrichtungen wurde hier eine exzellente Grundlage für eine solide wirtschaftliche Entwicklung gelegt. Gemeinsam mit der ebenfalls vorhandenen Exzellenz in Kultur und Kunst ist Dresden ein wunderbarer Ort zum Leben und Arbeiten.“
 
André Hofmann, Geschäftsführer biosaxony e. V.
Andre Hofmann

Partner

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Sachsens Biotech-Cluster biosaxony e. V. vernetzt Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen Biotechnologie und Medizintechnik.
 
 
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Dem Thema Demenz in all seinen Facetten widmet sich das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen. Ihm gehören mehr als 80 Arbeitsgruppen an neun Standorten an.
 
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Das Universitätsklinikum Dresden ist als Zentrum der Supra-Maximalversorgung führend in der Behandlung komplexer, besonders schwerer oder seltener Erkrankungen.
 
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Im Deutschen Zentrum für Diabetesforschung arbeiten Experten daran, die Entstehung von Diabetes im Detail zu verstehen und individualisierte, kausale Therapien zu entwickeln.
 
 
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Das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung bündelt die Aktivitäten von acht führenden deutschen Forschungszentren mit dem Ziel, ihre Erkenntnisse noch schneller in die Patientenversorgung zu übertragen.
 
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Die Entwicklung von innovativen Therapieverfahren für Erkrankungen, die auf Schäden in Zellen oder Organen beruhen, ist das Ziel des Exzellenzclusters CRTD.

 
 
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Fortschritte im Kampf gegen den Krebs zu erzielen, ist ein wichtiger Schwerpunkt auch am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Es betreibt einen Teilchenbeschleuniger für die Protonentherapie.
 
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Wie wird aus Zellen ein Gewebe, aus Geweben ein Organismus? Mit solchen Fragen beschäftigen sich Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden.
 
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Die Behandlung von Krebserkrankungen durch eine optimale Strahlentherapie zu unterstützen, ist das Ziel des OncoRay – Nationales Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie.
 
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Das UniversitätsKrebsCentrum Dresden bündelt unter seinem Dach alle Aktivitäten, die zur Diagnose und zur Behandlung sowie zur Erforschung von Krebserkrankungen erforderlich sind.
 
 
 
 
 

Exzellenz als Prinzip

Dresdens Erfolg beruht auf den Schlüsseltechnologien Mikroelektronik, Informations- und Kommunikationstechnologie und Software, Neue Werkstoffe und Nanotechnologie sowie Life Sciences und Biotechnologie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bringt Dresden voran.